Aus Deutschland
by Staff
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Der US-Rohstoffexperte Matthew Simmons hält einen Preis von 200 Dollar für möglich.
9,95 Millionen Barrel Öl pro Tag wurden im vergangenen Jahr in Russland gefördert. Das ist für den russischen Milliardär Leonid Fedun, Vizechef des Ölkonzerns Lukoil, das absolute Maximum
Droht uns ein böses Erwachen? Müssen wir bald bei Kerzenschein lesen und am Feuer kochen? Möglicherweise, wenn die Schreckensvisionen einiger Anhänger der so genannten Peak-Oil-Theorie wahr werden. Sie sehen ein Ende des Ölzeitalters, und niemand ist darauf vorbereitet. ... "Jetzt stehen wir vor der anderen Seite der Medaille", sagt Dr. Colin Campbell, Ölfördergeologe: "Die zweite Hälfte des Ölzeitalters ist angebrochen, wo das Zeug weniger wird, und mit ihm verschwindet auf sehr seltsame Weise die Welt, wie wir sie kennen". Die düstere Vision wird Wirklichkeit, prophezeien Anhänger der "Peak-Oil"-Theorie. Sie warnen vor dem Tag, an dem auf unserem Planeten die Lichter ausgehen - wenn unsere ganze Zivilisation, die vom Öl abhängt, zusammenbricht. Die Vorkommen des lebenswichtigen Rohstoffs sind eines Tages wohl wirklich erschöpft. Dass dies kein ferner Zeitpunkt ist, dafür sehen die Anhänger der Peak-Oil-Theorie handfeste Hinweise.
Er steigt und steigt und steigt: Der Ölpreis erreichte am Dienstag mit fast 121 Dollar ein neues Rekordhoch. Der ehemalige US-Regierungsberater Matthew Simmons hat die teuren Notierungen in seinem Buch "Wenn der Wüste das Öl ausgeht" schon vor drei Jahren vorhergesehen. Die Fördermenge sei seit 2005 nicht mehr zu erhöhen, sagt er. SZ: Herr Simmons, Sie waren 2006 einer der Ersten, die einen Ölpreis von 200 Dollar je Fass prognostizierten, und zwar für 2010. Bleiben Sie dabei? Simmons: Ob es nun 2009, 2010 oder 2011 soweit sein wird, kann ich nicht genau sagen. Das hängt ja auch stark vom Wert des Dollar ab, in dem die meisten Öllieferungen abgerechnet werden. Ein schwacher Dollar hat deshalb in der Regel einen steigenden Ölpreis zur Folge. Aber es gilt: Öl ist knapp und daher teuer.
Astrid Schneider: Herr Birol, in Ihrem im November 2007 veröffentlichten „World Energy Outlook“ (WEO) warnt die Internationale Energieagentur erstmals davor, dass es zu einem Einbruch in der Ölförderung und eskalierenden Preisen kommen könnte, in der Zeit von heute bis 2015. Als Grund geben Sie an, dass zu wenig in die Ölförderung investiert wurde. Fatih Birol: In der Tat. Es gibt drei Gründe, warum das so ist: Der erste ist die sehr stark wachsende Nachfrage, hauptsächlich aus China, Indien und den Mitteloststaaten selbst. Diese Länder sind die Hauptmotoren des wachsenden Ölkonsums. Selbst wenn es in den USA eine Rezession gibt, berührt das diese Länder weniger, da Indien und China ein stärker binnengetriebenes Wirtschaftswachstum haben, während die hohen Ölpreise die Wirtschaft im Mittleren Osten ankurbeln. Die Ölnachfrage wird daher stark bleiben. |
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